Salbei Klebriger oder Gelber (Salvia glutinosa)

Der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa), auch Gelber Salbei und Kleb-Salbei genannt, ist eine Pflanzenart aus der artenreichen Gattung Salbei. Sie ist in Eurasien verbreitet. Der Klebrige Salbei wächst als sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 40 bis 80, selten bis zu 120 Zentimetern. Stängel, Laubblättern und Kelchblätter sind klebrig behaart. Der aufrechte, einfache, kräftige und stumpf vierkantige Stängel ist im unteren Bereich mehr oder weniger kahl, nach oben hin ist er dicht klebrig und drüsig behaart.

Die gegenständig am Stängel verteilt angeordneten, 8 bis 15 Zentimeter langen Laubblätter sind im unteren und mittleren Stängelabschnitt lang gestielt, im oberen oft sitzend. Die blassgrünen Blattspreiten sind spießförmig-eiförmig und die oberen keilförmig; sie besitzen große, spitze Öhrchen. Der Blattrand ist grob unregelmäßig gesägt. Die Blütezeit erstreckt sich im Hochsommer von Juli bis September. Der Klebrige Salbei ist von Südwest- über Mittel-, Ost- und Südost- bis zu Kaukasusraum sowie Westasien verbreitet. Es gibt Fundortangaben für das nördliche Spanien, Frankreich (inklusive Korsika), Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Polen, die ehemalige Tschechoslowakei, das ehemalige Jugoslawien, Ungarn, Bulgarien, Albanien, Griechenland, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Ukraine, Krim, die Türkei, den nördlichen Iran. In Deutschland liegt die Hauptvorkommen in den südbayrischen Alpen und dem dortigen Alpenvorland. In den Allgäuer Alpen steigt die Art im Tiroler Teil an der Rotwand bei Elbigenalp bis zu 1700 m Meereshöhe auf. Der Klebrige Salbei gedeiht in Laub- und Mischwäldern der Gebirge Mittel- und Südeuropas. Er gedeiht vor allem im Schatten und Halbschatten. Er bevorzugt frische und sickerfeuchte Schlucht- und Auwälder, Waldränder und Waldschläge. Er gedeiht am besten auf meist kalkfreien Böden, die jedoch reich an basischen Kationen sind. Anders als beim Echten Salbei sind beim Klebrigen Salbei keine medizinischen Anwendungsgebiete belegt. Die aromatischen Blätter werden bisweilen als Aromatisierungsmittel Landweinen zugesetzt. Der Klebrige Salbei wird auch als Zier- und Wildgartenpflanze, insbesondere als Bodendecker kultiviert. Aufgehängte Pflanzen sind als „biologische“ Fliegen- und Mückenfänger geeignet.

Quelle: Wikipedia

Bild 1 Klebriger oder Gelber Salbei, Quelle Internet
Bild 1 Klebriger oder Gelber Salbei, Quelle Internet

Eine solche Pflanze wächst in unserem Garten in einem Gewürzbeet. Die Pflanze hat sehr schnell viele andere Gewürzpflanzen überwuchert. Wir haben sie daher umgepfanzt mit der sehr langen und tief gehenden Wurzel in einen großen Topf. Hier ist sie problemlos im nächsten Jahr wieder gewachsen mit den wunderschönen gelben Blüten.

Bild 2 Blüte des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 2 Blüte des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 3 Spross mit Blüten des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 3 Spross mit Blüten des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)

Pollen wurden auf einem Präparateträger in Euparal eingedeckt als Dauerpräparat. Fotografiert mit Kamera Canon 60D mit 35mm Objektiv adaptiert an Zeiss Phomi Mikroskop über ein 10 fach Brillenokular. Aufnahme gestackt aus 20 Einzelaufnahmen.

 

Bild 4 Pollenkorn des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 4 Pollenkorn des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 5 Pollenkorn des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 5 Pollenkorn des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)

Spross wurde mit Mikrotom geschnitten, Schnittdicke ca. 30-50µ, 24 Stunden fixiert in AFE, Fixierlösung ausgewaschen in einer Alkoholreihe, 3 mal mit destilliertem Wasser gewaschen und gefärbt mit Etzold blau. Anschließend mit Isopropanol entwässert und auf einem Präparateträger in Euparal eingedeckt als Dauerpräparat. Fotografiert mit Kamera Canon 60D mit 35mm Objektiv adaptiert an Zeiss Phomi Mikroskop über ein 10 fach Brillenokular. Das Bild selbst ist zusammengesetzt aus 4 Einzelbildern.

 

Bild 6 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 6 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)

Die Stängel von Lippenblütler sind fast immer viereckig geformt. Die Wachsschicht (Cuticula) außen auf dem Stängel ist nicht sehr ausgeprägt, da die Pflanze durch die vielen Drüsenhaare geschützt ist. Diese sind sehr klebrig, und verhindern mit Sicherheit den Angriff vieler Insekten. In den 4 Ecken der Pflanze ist das Ecken-Kollenchym sehr ausgeprägt. Ersichtlich durch die Dichte der Zellen.

 

Bild 7 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa) Drüsenhaar mit Epidermis
Bild 7 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa) Drüsenhaar mit Epidermis
Bild 8 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 8 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 9 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 9 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 10 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 10 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 11 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 11 Sprossquerschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 12 Blattstängel Querschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 12 Blattstängel Querschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 13 Blattstängel Querschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 13 Blattstängel Querschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 14 Blattstängel Querschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)
Bild 14 Blattstängel Querschnitt des "Klebrigen Salbei" (Salvia glutinosa)