Wieder schlechtes Wetter, wir machen eine Rundfahrt in den Norden der Insel, Leuchtturm - Seixal - Sao Vicente zurück über Calheta

21.3.2015

Same procedure every morning…es prasselt auf unser Dach und der Wind pfeift um den Bungalow. Nicht sehr einladend, aber Ausreden gibt’s nicht. Fertigmachen und auf zum Frühstück. Schon auf dem Weg ins Hotel müssen wir unsere Regenklamotten anziehen und möglichst schnell den Berg hoch zum Frühstücksraum. Natürlich sind wir nass geworden, aber das lässt sich nicht vermeiden bei dem Sturm und den von allen Seiten kommenden Regenschauern.

Was machen wir heute? Einen Teil der Nordküste haben wir noch nicht gesehen, dort soll die Küste besonders wild sein und der Wellengang sehr hoch. Wir werfen unsere Wandersachen ins Auto, vielleicht ergibt sich ja doch eine Möglichkeit, irgendwo zu laufen. Margit fährt. Zum Glück hat es aufgehört zu regnen, und die Sonne kommt sogar von Zeit zu Zeit durch, aber das ändert sich hier von Minute zu Minute. Es geht auf der Straße entlang in Richtung „Porto Moniz“. Das viele Kurvenfahren macht jetzt richtig Spaß.

Wir kommen bald wieder nach „Ponta do Pargo“, den Ort, wo es zum Leuchtturm geht. Hier biegen wir ab, hoffend, dass heute keine Militärübung angesagt ist. Weit und breit kein Geballere. Wir parken wieder am Teehaus, ziehen unsere Wanderschuhe an und laufen in 20 min hinunter zum Leuchtturm. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf das Meer und die Steilküste. Wir unterhalten uns ein bisschen mit einem Ehepaar aus Kempten, klettern vor dem Leuchtturm auf den Felsen herum und gehen dann zurück zum Parkplatz. Naja, immerhin eine kleine Wanderung haben wir ja schon gemacht und uns Tee und Kuchen verdient. Im Teehaus trinken wir einen leckeren Kräutertee, für den nur Kräuter aus dem Garten verwendet werden, und essen dazu ein Stück hausgemachten Kuchen. Rund ums Teehaus zieht sich ein Garten mit allen denkbaren Pflanzen und Kräutern für die Teezubereitung.

Urlaub Madeira März 2015
Bild 1 Auf dem Weg zum Leuchtturm von Ponta do Pargo

Wir ziehen weiter und fahren an „Porto Moniz“ vorbei. Wir wollen mal sehen, ob wir auf der alten Küstenstraße fahren können. Leider ist das nicht machbar, überall dort, wo eine Einfahrtmöglichkeit besteht, hindert uns entweder ein Einbahnstraßenschild oder die Straße ist ganz gesperrt. Wir müssen also die dazu parallel führende neue Straße nutzen, die sehr oft durch Tunnel führt. Ab und zu hat man aber doch einen schönen Blick auf die Küste. Kurz vor „Seixal“ können wir dann doch direkt ans Meer fahren und oberhalb parken. Anscheinend kann man hier auch baden. Heute ist das definitiv nicht möglich. Meterhohe Wellen krachen an die Lavafelsen und die Gicht spritzt bis zu uns auf den Weg. Wir klettern in den Felsen herum und bewundern die Naturgewalten. Es ist wirklich toll hier. Wir fahren ca. einen km weiter, und parken erneut oberhalb des Meeres auf den Klippen. Hier führt eine Treppe bis zum Meer hinunter. Margit geht bis ans Wasser und wird klatschnass, als eine besonders hohe Welle kommt und sie nicht schnell genug davon sprintet. Es ist toll hier!

Wir steigen wieder die Treppen hinauf zu unserem Auto. Das Treppensteigen ist wirklich ein gutes Training. Nach höchstens drei Pausen unterwegs komme auch ich oben an.

Wir fahren weiter nach „Sao Vicente“, halten auf dem Parkplatz, der zu den Grotten gehört, und meinen, dass wir uns das sparen können. Ein kleiner Bummel durch die wenigen Häuser bis zum Strand, die Souvenirläden ansehen und zurück zum Auto.

Auf der alten Straße überqueren wir die Berge bis zur anderen Seite der Insel. Oben kommen wir wieder in die Wolkensuppe und sehen kaum was. Gut, dass es hier praktisch keinen Verkehr gibt. Es gehen hier auf einer Höhe von 1300m viele Wanderwege ab, die bestimmt reizvoll sind – aber nicht bei 3-4 Grad und totaler „Suppe“.

Jetzt dürfen wir die Abfahrt in Richtung „Ribeira Brava“ nicht verpassen. Wir kommen aus den Wolken heraus und können unter uns einen wunderschönen Regenbogen sehen. Das hat was – wann sieht man schon einen Regenbogen von oben. Wir erreichen „ Ribeira Brava“.

Da es jetzt schon fast 17:00 ist entscheiden wir uns, gleich Essen zu gehen in unser schönes Restaurant nach „Calheta“. Dort ist den ganzen Tag geöffnet, ein Parkplatz direkt vor der Tür, und wir wissen, dass der Service stimmt und das Essen hervorragend ist. Den Weg findet unser „Figo“ fast von alleine.

Margit nimmt heute Garnelen mit Avocados, ich nehme die leckeren gebackenen Napfschnecken (Limpets). Danach isst Margit einen frischen Fisch, den uns die Leute vorher gezeigt haben, und ich nehme die Spezialität der Insel, den Degenfisch mit Passionsfruchtsauce und Banane. Zum Dessert gibt es frische Erdbeeren mit Sahne und anschließend einen Espresso. Dazu trinken wir einen leckeren Rosewein, von dem wir die ganze Flasche wegputzen. Die 80€ sind gut angelegt.

Urlaub Madeira März 2015
Bild 31 Pit im Restaurant in Calheta

Einen Parkplatz vor unserem Hotel finden wir jetzt natürlich nicht mehr, wir fahren daher bis vor unseren Bungalow, laden aus, und Margit bringt das Auto zurück zum großen Parkplatz oben an der Straße. Wieder ein Tag mit tollen Eindrücken und trotz des mäßigen Wetters „rund“.