Wir haben beide sehr gut geschlafen. Hier haben wir getrennte Schlafzimmer, so sind wir das von zu Hause gewohnt. Es ist ruhig hier, das Meeresrauschen und die angenehmen Temeraturen helfen uns dabei gut zu schlafen.
Da wir hier auch Frühstück bekommen, ziehen wir bald los in das Restaurant ca 30m unterhalb unserer Hütte. Hier gibt Frühstück mit Eier und Speck, wie ich es liebe. Danach geht es wieder zum Aufstieg in unser Hüttchen.
Oben angekommen machen wir uns fertig zu unserer Strandwanderung. Das Stück fahren wir mit dem Auto, es sind zwar nur ca. 500m aber der Höhenunterschied beträgt doch ca. 100m oder mehr. Das wollen wir unseren alten Körpern nicht antun.
Bei der Ausfahrt auf die schmale Straße zum Strand lande ich erst mal auf der rechten Seite, das merke ich, als uns plötzlich ein Auto entgegenkommt. Da wir hier aber nur sehr langsam fahren können ist das kein Problem. Die Einheimischen sind das hier sicher gewöhnt. Am Parkplatz ist einiges los, das schöne Wetter am Sonntag wollen hier viele Menschen nutzen. Die meisten kommen aber nur hierher um wenige Meter zu laufen und sich dann hier niederzulassen. Der Strand ist hier ganz schwarz durch den kleinkörnigen Lava-Sand den man hier auf der Westseite der Insel überall findet, durchzogen mit gold-und silber Körnchen, die in der Sonne glitzern wie Diamanten.
Nachdem wir ein paar Meter gelaufen sind, sehen wir kaum noch Menschen, wir sind alleine mit Wind, Meer und den Sandkörnern die uns entgegenwehen. Der Sand ist hier sehr schön hart, man kann sehr gut darauf laufen, und sinkt kaum ein. Aus den Hügeln kommt seitlich ein Bach. Hier könnten wir zwar durchwaten, aber dazu müßten wir Schuhe und Strümpfe ausziehen. Wir folgen daher dem Bach bis zu der Stelle wo er aus einer kleinen Schlucht aus den Hügeln kommt. Hier haben Kinder kleine Brücken gebaut, und wir kommen trockenen Fußes auf die andere Seite. Vorher laufen wir noch ein kleines Stück an der Schlucht entlang. Allerdings kommen wir nicht sehr weit.
Also zurück zum Strand, und weiter nach rechts am Wasser entlang. Zuerst mal bis zu einem Felsen, auf dem wir eine kleine Pause einlegen und das Meer genießen. Bei Flut wird dieser Felsen sicher komplett überdeckt.
Wir gehen noch ein Stück weiter am Strand entlang, bis zu einem Felsen der etwas weiter ins Meer hineinragt. Hier kommen Autos nicht vorbei, und wir haben auch unsere Mühe auf den Felsen zu klettern.
Von hier aus können wir einige Angler beobachten, die mit einer besonderen Technik arbeiten. Das Bullet fishing mit Kontiki
Dabei wird an einer Wasserdrohne, die aussieht wie ein kleines UBoot, eine Angelleine befestigt die bis zu 2 km lang ist. An dieser Leine werden in Abständen von 20-30m wieder Leinen befestigt an der Köder mit Haken angebracht sind. Das Kontiki ist mit einem Motor ausgerüstet, der über GPS steuerbar ist. Das Kontiki wird auf das Meer hinausgesteuert mit der angebundenen langen Leine, an die Köder mit Haken befestigt sind. Wenn die 2 km lange Leine dann ausgefahren ist, wird etwas gewartet. Dann wird die auf einer mit Elektromotor angetriebenen Rolle aufgewickelte Leine, wieder aus dem Meer zurückgezogen. Der nette Mann in einer Gruppe Maoris erzählt mir, dass sie eigentlich immer so einige Fische fangen. Er erzählt mir auch, dass es "Kontikis" gibt, die sich selbst mit einem "fishfinder" zu einem Schwarm steuern. Richtig Klasse was es so alles gibt.
Bald gehen wir dann wieder langsam zurück.
Jetzt fahren wir mit dem Auto in den kleinen Ort Waikuku, wenn möglich, etwas einzukaufen zum Abendessen. Wir finden einen schönen Lebensmittelmarkt, der rund um die Uhr, 24/7 geöffnet ist (auch sonntags). Das ist toll.
Wir kaufen einige Flaschen neuseeländischen Wein, ein paar leckere Salate und Brot. Auf unserm Balkon lesen wir ein bisschen.
Gegen 17:30 brechen wir nochmal auf, um von unserer Hütte einen 10 Minuten Weg in die Hügel zu laufen zu einem Lookout-point.


Zurück genießen wir unser kaltes Abendessen mit Blick auf den Sonnenuntergang .
