Gegen 13:30 ist es soweit, wir landen pünktlich in Auckland.
Auf diesem Flug haben wir beide einigermaßen gut geschlafen. Zuerst habe ich mir einen Film angesehen, der nicht besonders gut war, und nachdem wir ca. 3 Stunden vor der Landung aufgewacht sind einen weiteren, der ganz lustig war. Ich bitte die Stewardess mein Bett wieder abzubauen, sodass ich es mir im Sitz gemütlich machen kann.

Durch den Flughafen geht es zuerst zur automatischen Passkontrolle - Durchgang ohne Probleme. Am Gepäckband müssen wir auch nicht lange warten, und unsere Koffer tauchen auch auf. Jetzt geht es noch durch die Biosecurity Kontrolle -nach NZ dürfen keinerlei Lebensmittel etc eingeführt werden. Auch hier werden wir durchgewunken. Jetzt müssen wir noch an den lustigen kleinen Hunden vorbei, die überhaupt kein Interesse an unserem Gepäck zeigen. Dann haben wir alle Kontrollen überstanden.
An einem Vodafon Stand kaufen wir uns eine SIM Karte für New Zealand, die uns von einer jungen Dame eingesetzt und eingerichtet wird. Jetzt geht es weiter zum Europ Car Schalter. Dort ist erstmal Warten angesagt, denn es sind noch 2 weitere Partien vor uns. Dann ist es aber soweit. Unsere Reservierung liegt vor. Allerdings haben die Leute kein Auto in der von uns bestellten Größe mit einem eingebauten Navi zur Verfügung. Die Sucherei geht los, und schließlich finden sie ein ganz neues Fahrzeug das ein eingebautes Navi hat. Alles klar, das ist zwar eine Nummer kleiner als von uns bestellt, aber das spielt keine Rolle. Die guten Leute hier meinen, dass man eigentlich kein eingebautes Navi mehr braucht, sondern bessere Ergebnisse mit der Handy Verbindung zum Auto und Nutzung von Googl Maps erzlelt. Als ich dann noch nach einer Papierstraßenkarte als Nothilfe frage, werde ich nur noch mitleidig angeschaut. Ich komme wir jetzt wirklich uralt und auch noch von einem "alten Kontinent" kommend vor. Naja, also hin zu unserem Auto und erst mal einladen.
Die Probleme gehen weiter: Wir kommen in das Auto rein, aber wo ist der Starter. Nach langem suchen, finden wir heraus, dass das Auto nicht gestartet werden muß. Sobald du eingestiegen bist, kann es losgehen. Das Auto steht noch auf Parkmodus - ah ok, da ist ein Lenkradschalter, den ich auf D oder R stellen kann. Also Fuß auf die Bremse, D eingelegt Fuß lösen und schon rollt es geräuschlos vorwärts. Huch, das ist ja ein Hybrid Auto und es läuft jetzt im Elektro Modus.
Nächstes Problem wie geben wir die Zieladresse ein - zumindest versuchen wir es. Sprechen hilft nichts, die Dame sagt mir immer wieder, dass sie mich nicht versteht. Haben die ihr irgendeinen neuseeländischen Slang verpasst? Also so kommen wir nicht weiter. Da kommt ein junger Mann von Europcar zum Nachbarauto, also Fenster runter und Sprach-App aktiviert. "Wo bitte kann ich das Ziel eingeben?". Wieder werde ich mitleidig angeschaut. Ein Touch irgendwo auf dem großen Display und schon kann ich eine Eingabe machen. Der junge Mann verzieht sich wieder. Nach noch mehrmaligem probieren klappt es dann auch mit meiner Eingabe, und... oh Wunder... die Strecke die wir fahren müssen wird auch angezeigt.
Los gehts, und immer schön aufpassen hier ist Linksverkehr. Jetzt ertönt immer mal wieder ein Warnton im Auto, was ist denn das? Nach einiger Zeit finden wir heraus, dass dieser Ton immer erschallt wenn das vorgegebene Geschwindikeitlimit überschritten wird. Daran müssen wir uns auch erst gewöhnen. Schnell sind wir auf der Autobahn, müssen aber nach einer kurzen Strecke wieder herunter. Jetzt läufts so langsam, und ich bekomme ein Gefühl für das Auto. An die leichte Blockierung der Lenkung, wenn ich nicht genau in der Mitte meiner Spur bin habe ich mich schon gewöhnt, das hatten wir auch bei unserer letzten NZ Reise.
Bald erreichen wir unseren Zielort, das waren ja nur ca. 60km. Wir erreichen das Castaway Resort etwas außerhalb von dem kleinen Ort Waiuku am Karioitahi Beach.
Das Einchecken geht schnell, und auf gehts zu unserem Chalet Nr. 16.



Margit räumt die Koffer aus und ich genieße die Aussicht. Allerdings geht jetzt schon ein etwas kühler Wind, aber das ist für mich zehnmal besser als die Schwüle in Singapur. Da es schon spät ist machen wir uns bald auf den Weg zu Fuß zum Restaurant weiter unten am Hang (nach dem Essen geht es dann zu Fuß kräftig aufwärts).
Wir lassen uns eine Kürbissuppe und einen Lammbraten schmecken, zusammen mit einem schönen Glas Wein, und dann geht es ins Bett.
