Heute fahren wir nach Kerikeri, und am nächsten Tag regnet es den ganzen Tag und wir bleiben in unserem Hüttchen

Wir haben hier so gut geschlafen, es ist total ruhig. Morgens werden wir durch die Vögel geweckt und das Muhen der Rinder geweckt. Dabei sticht der Vogelruf des TUI´s besonders hervor. Wir frühstücken gemütlich und beraten, was wir heute unternehmen wollen. Eigentlich wollten wir zum Cape Reinga fahren, das ist der nördlichste Punkt der Nordinsel, aber bis dorthin sind es mehr als 150 km, also ca. 2,5 Stunden hin und das gleiche zurück. Und wenn das Wetter nicht sehr gut ist, sehen wir nicht mal etwas. Also lassen wir das sein. Wir fahren stattdessen nach Kerikeri und erkunden die kleine Stadt. 

Nach ca. 20 km sind wir in der Innenstadt. Hier sind viele Läden und es macht Spaß hier durchzubummeln. Wir kaufen das eine oder andere ein, und suchen uns dann ein Café, wo wir draußen sitzen können. Danach fahren wir zum „Stone Store“, dem ältesten aus Stein gebaute Gebäude in NZ. Das Gebäude stammt aus den 1830er Jahren. Das ist schon lustig, bei uns würde da niemand hinsehen, und hier ist das Haus ein Kulturdenkmal. Da merkt man, dass NZ überhaupt erst ca. 1000 Jahre nach Chr. von den Maori und ca. 1770 von einem Europäer, Cap. Cook, entdeckt wurde. Die meisten Häuser, in denen wir geschlafen haben, waren aus Holz gebaut. Naja, eigentlich gibt es hier nicht viel zu sehen, ein für uns nichtssagendes Gebäude. Das ist uns zu langweilig, da fahren wir lieber wieder zurück in unser Hüttchen und machen es uns auf der Terrasse gemütlich. 

Gegen 17:30 essen wir dann etwas und brechen danach auf zu unserem Startpunkt für die gebuchte Nachtwanderung mit Ian von „Adventure Puketi Tours“. Eigentlich wollte uns Ian sogar abholen und wieder zurückbringen. Ich habe aber vorher angerufen, und wir haben vereinbart, dass wir direkt zum Startpunkt kommen, damit sind wir unabhängig. Die Beschreibung, um den Ort zu finden hat uns Ian am Telefon gegeben, und es klappt problemlos. Ian wartet dort schon auf uns. Wir bekommen eine Stirnlampe verpasst, denn es dämmert bereits und wird bald ganz dunkel sein. Wir sind alleine mit Ian, und er erzählt uns alles Wissenswerte über den hiesigen Wald, und was dafür getan wird, um ihn zu erhalten und weiter auszubauen. Der Wald ist fast „Preadator free“, das heißt es gibt hier nur noch sehr wenig Ratten, Opossums, Füchse etc. Das hat dazu geführt, dass es hier auch wieder Kiwis gibt und diese sich vermehren. Auf einem schmalen Pfad geht es langsam ca. 100-200m abwärts, und Ian erzählt uns alles zu den Baumarten, Pflanzen und Tieren. Wir hören die den „Morepork“, die einzige Eulen Art, die es in NZ gibt, und verschiedene andere Nachtvögel. An einem Baumstamm entdeckt Ian dann eine „Weta“, ein großes Insekt ähnlich einer Grille, nur wesentlich größer. Wir hören auch Kiwis durch das Dickicht streifen, nur zu sehen bekommen wir leider keine. Dann entdecken wir eine große grüne Puiri Motte, die Ian sogar auf die Hand nimmt. Bald sind wir unten angekommen und jetzt geht es auf dem Rund Pfad wieder langsam nach oben. Es ist jetzt richtig dunkel, und ohne die Stirnlampen könnten wir gar nichts sehen. Es ist geheimnisvoll und fast mystisch. Nach ca. 3 Stunden sind wir wieder oben am Parkplatz angelangt. Wir verabschieden uns von Ian. Das war zum Abschluss unserer NZ Reise noch eine tolle Tour. Auf dem Rückweg läuft uns noch ein Opossum vor das Auto, und obwohl die hier alle gejagt werden, ein so possierliches Tierchen können wir nicht überfahren. Wir halten also an und warten, bis es vor uns gemütlich die Straße überquert hat. Das letzte Stück nachts auf der schmalen unübersichtlichen Straße ist dann schon eine Herausforderung, aber das Fernlicht am Auto ist wirklich gut. Gegen 23:00 sind wir dann zurück in unserem Hüttchen. Margit entdeckt dann an dem herrlichen Sternenhimmel einen saphirblauen Stern. Das sieht irre aus, da müssen wir mal nachforschen, was das sein kann. Das Internet sagt da handelt es sich um eine abgeworfene Raketenstufe mit dem ganzen Treibstoff drum herum. Schade, das ist banal und ein echter blauer Stern wäre spannender gewesen.

Wir trinken noch ein Glas Wein und dann es ab ins Bett.

Am nächsten Tag bleiben wir im Cottage, da es den ganzen Tag regnet. Margit macht eine kurze Tour in der Nähe, um zu sehen ob der Weg noch befahrbar ist für den nächsten Tag. Ansonsten lesen wir den ganzen Tag.