3 ter Tag unterwegs in Singapur

Wir haben beide so einigermaßen gut geschlafen. Gegen 8:00 stehen wir auf und machen uns langsam fertig. Das Frühstück ist ganz ok, allerdings ganz anders als bei uns. Wurst gibt es überhaupt nicht, Käse und Konfitüre nur ganz wenig, aber dafür wird sehr viel warmes Essen geboten mit Reis, Nudel, Suppe und einiges mehr, was wir noch nie zum Frühstück gesehen haben. Der Kaffee und Tee ist ok, viele Früchte werden auch angeboten. Wir probieren Verschiedenes und es schmeckt, ist einfach für uns nur ungewohnt. 

Gegen 11:00 ziehen wir los, wir wollen ein paar der 540 hiesigen Tempel erkunden.

Es ist ganz schön heiß, und die hohe Luftfeuchtigkeit macht mir ziemlich zu schaffen. Über eine Fußgängerbrücke überqueren wir die South Bridge Road und landen im Hong Lim Complex. Hier gibt es so einige Street Food- und andere Verkaufsstände zu sehen. Wir schlängeln uns durch die vielen Menschen, die hier in den engen Gängen unterwegs sind. Das mcht Spaß, wenn nur die Hitze nicht wäre. Bereits das Treppensteigen auf die Fußgängerbrücke führt bei mir zu heftigen Schweißausbrüchen. Zum Glück hat Margit kein Problem mit der Hitze. Mein Hemd ist schon nach kurzer Zeit durchnässt.

Blick von der Fußgägerbrücke über die South Gate Road
Blick von der Fußgägerbrücke über die South Gate Road

Wir kommen schnell in das Chinapoint Einkaufscenter, hier ist es wenigstens kühl. In einem Starbucks lassen wir uns einen Espresso schmecken. Da wir hier auch Internet Anschluß haben, orientieren wir uns hier erst mal über Googl Maps wo der Tempel ist, den wir gestern Abend schon gesehen haben. Wir hätten uns hier auch eine SIM Karte kaufen sollen. Es ist schon nervig, wenn wir uns auf der Straße nicht vernüftig orientieren können. Natürlich haben wir Roaming an den Handys ausgeschaltet. Durch die schmalen Gassen, durch die wir gelaufen sind, ist recht schnell die Orientierung verloren gegangen. Nachdem ich jetzt aber wieder einigermaßen einschätzen kann, wo der Tempel ist, geht es weiter. Eigentlich sind wir nicht sehr weit vom Hotel entfernt. An der South Bridge Road entlang geht es dann in Richtung Sri Mariamman Tempel. Ein Hindu Tempel, den wir schnell erreichen. 

Sri Mariamman Tempel
Sri Mariamman Tempel

Um den Tempel zu betreten, müssen wir die Schuhe ausziehen. Da ich keine Socken anhabe geht es weiter mit nackten Füßen. Der Asphalt ist kochend heiß. Ich muß fast rennen, um mir nicht die Fußsohlen zu verbrennen. Zum Glück sind es nur wenige Meter bis zu einem schattigen Bereich.

Im Sri Mariamman Tempel
Im Sri Mariamman Tempel

Im Inneren darf man eigentlich nicht fotografieren. Wir machen es trotzdem klammheimlich, damit wir von den herumlaufenden "Mönchen" nicht hinausgeworfen werden.

Bald gehen wir zurück und ziehen unsere Schuhe wieder an. Eigentlich wollten wir zu einem weiteren Tempel gehen, aber wir haben hier keine Internetverbindung und können daher nicht feststellen wie wir dorthin kommen. Wir bummeln also einfach weiter durch die Straßen. Dabei kommen wir am China Town Heritage Center vorbei. Die Dame am Eingang erklärt uns was es hier zu sehen gibt. Ok, wir kaufen Eintrittskarten und besichtigen das kleine Museum, das verteilt ist auf 3 Ebenen. Hier ist zu sehen wie die ersten Siedler aus China hier gelebt haben.

Bald ziehen wir weiter und gehen langsam zurück in Richtung China Square. Die Hitze macht mir in der Zwischenzeit wieder heftig zu schaffen. Also wieder ins Einkaufscentrum wo es angenehm kühl ist.  Anschließend zurück zum Hotel für eine Siesta.

Unterwegs in Singapur
Unterwegs in Singapur

Nachdem wir uns etwas ausgeruht haben, ziehen wir gegen 16:00 wieder los.

Jetzt wissen wir auch, wie wir zum "Buddha Tooth Relic Tempel" kommen, dort soll ein Zahn von Buddha aufbewahrt sein. Auch dorthin ist es nicht sehr weit zu laufen. Zum Glück hat sich die Sonne hinter Wolken versteckt, so dass der Weg dorthin eigentlich ganz angenehm ist. Bald sind wir da und schauen auf einen sehr schönen Tempelbau.

Innen ist dieser Tempel beeindruckend schön gestaltet. Irgendwie scheint hier mehr Wert auf das Ausehen gelegt zu werden im Vergleich zu dem hinduistischen Tepel von heute vormittag.

Es werden hier einige  Figuren dargestellt, die verschiedene Bodhisvattas repräsentieren. Wobei mein Geburtsjahr 1948, Jahr der Ratte, "Avalokiteshvara" zugeordnet ist. Bei Margit, Geburtsjahr 1950 dem Jahr des Tigers und der Kuh ist es "Akassagarbha". Ein netter älterer Herr, der darauf achtet, dass sich alle Besucher vernünftig verhalten, erklärt uns wie man das alles herausfinden kann. Er sagt uns außerdem noch, dass es in dem Gebüude in den 4 darüberliegenden Stockwerken noch mehr zu sehen gibt.  Also los gehts in die oberen Stockwerke, das wollen wir uns ansehen. Im 3 Stock finden wir dann auch den Bereich, in dem der Zahn von Buddha aufbewahrt wird. Hier müssen wir wieder unsere Schuhe ausziehen bevor wir den "heiligen" Raum betreten.

Auf der Dachterasse befindet sich ein schöner Garten und eine große Gebetsmühle.

Die Besichtigung dieses Tempels hat sich wirklich gelohnt.

Wir ziehen weiter zum Chinatown Komplex, wo es alles mögliche zu kaufen gibt. Davon haben wir jetzt aber schon genug gesehen. In den Gassen finden wir dann einen Starbucks, wo wir uns einen Espresso und etwas zu naschen holen. Außerdem können wir uns wieder etwas herunterkühlen.

Ich beschließe ins Hotel zurückzugehen, Margit will noch ein bisschen in den Gassen herumbummeln. 

Nachdem Margit auch wieder zurück ist im Hotel, ziehen wir los, um etwas zu essen zu finden für heute Abend. Unser Ziel ist das Amoy Street Food Center. wir sind schnell da, doch das gefällt uns hier überhaupt nicht. Die meisten Buden sind noch oder wieder geschlossen, und die wenigen Leute sitzen auf Bänken ohne Rückenlehne. Das liegt uns gar nicht. Also ziehen wir weiter und wieder in Richtung des Viertels, in dem wir auch gestern Abend gegessen haben. Da hat es uns gefallen. Schließlich landen wir wieder in dem gleichen Lokal wie gestern. Die gestrige Bedienung entdeckt uns auch gleich, und freut sich offensichtlich, dass wir wieder hier sind. Das gute Trinkgeld von gestern ist noch in Erinnerung. Wir lassen es uns wieder schmecken. Zum Hotel ist es nicht weit und das Bett ruft.