Heute steuern wir unser vorletztes Ziel in NZ an. Es geht zum Takou Bay River Cottage. Vorher frühstücken wir gemütlich und sehr gut bei Karen und Eric. Wir zahlen unsere Rechnung für das hervorragende Essen, das uns Eric zubereitet hat, und verabschieden uns von den beiden. Jetzt geht es zur anderen Seite der Insel.
Unterwegs kaufen wir in einem kleinen Ort noch ein, denn wir müssen uns im River Cottage selbst versorgen. Da das Cottage mindestens 20km entfernt ist von der nächsten Einkaufsmöglichkeit, sorgen wir vor. Ein schönes Café, wo wir uns einen Kaffee genehmigen könnten, finden wir hier nicht. Das Auto wird nochmal vollgetankt und dann geht es weiter. Unsere Strecke ist heute ziemlich kurz, nur 138 km.


Bevor wir direkt zu unserem Cottage fahren, kommen wir nach Kerikeri. Da wird gleich mit großen Schildern ein Café angekündigt in 500m. Aber… heute ist Montag und geschlossen. Die letzten 6km geht es nur über eine Gravel Road, die allerdings die uns aus den USA noch so bekannten Querrillen aufweist. Wir holpern also langsam unserem Ziel entgegen. Die letzten 500m sind dann aber echt heftig und wir zweifeln schon, ob wir richtig sind. Der Weg ist jetzt so schmal, dass mit Mühe ein Fahrzeug durchpasst…bitte kein Gegenverkehr! Die Zweige der Büsche hängen im Weg, unser Auto fühlt sich bedroht und ist ständig am Piepen. Dann sehen wir wieder ein Schild „River Cottage“, nochmal um eine Kurve und wir stehen vor einer Treppe. Hier ist der Weg auch zu Ende, bzw. wird durch ein Gatter abgesperrt, es gibt nur noch Viehweiden. An der Treppe steht das Schild River Cottage. Da müssen die Koffer rauf geschleppt werden. Wir gehen erst mal ohne Gepäck los, und erkunden unser Hüttchen für die nächsten 3 Tage. Es liegt wunderschön mitten im Wald. Alle Türen sind offen, und wir finden ein kurzes Begrüßungsschreiben. Also werden wir hier wohl komplett alleine sein. Sehr schön. Im Untergeschoß sind 2 Schlafzimmer und 2 Badezimmer, die Treppe nach oben führt zur Küchenzeile und ins Wohnzimmer mit einer schönen Dachterrasse mit einer Badewanne! Alles macht ein bisschen einen alten Eindruck, aber ich hier können wir es aushalten.

Auf geht’s, Koffer die Treppen heraufschleppen und Margit fängt an auszupacken. Wir stellen fest, dass nur in einem Schlafzimmer das große Doppelbett bezogen ist. Wenn wir hier schon 2 Schlafzimmer haben, wollen wir die auch nutzen. Ich suche mir die Tel. Nr. der Besitzer und rufe an. Da niemand abnimmt hinterlasse ich eine Nachricht. Dann schicke ich auch noch eine WhatsApp an Anna, die als Kontaktperson auf dem Begrüßungszettel angegeben ist. Ok, warten wir mal auf Reaktion.
Nachdem Margit alles eingeräumt hat, gehen wir zu Fuß auf Erkundungstour. Das Gatter unten am Weg lässt sich öffnen, und weiter laufen wir durch Wiesen, rechts viele Kühe und links einige Schafe. Wir kommen zu einem weiteren Gatter, auf dem das Schild Clamping steht. Hier sind auch ein paar Hütten, die allerdings keinen bewohnbaren Eindruck machen. Das mit dem Clamping (Luxuscamping) ist offensichtlich Vergangenheit. Ein Pfad führt uns zum Fluss, wo es dann nicht mehr weitergeht.
Wir gehen zurück, und finden direkt neben der Treppe zu unserem Hüttchen einen Pfad der zu einem kleinen Bootshaus am Fluss führt. Hier liegen ein paar Boote und Schwimmwesten, die wir wohl auch kostenlos nutzen dürfen. Allerdings sieht alles etwas heruntergekommen aus. Das mit den Booten lassen wir besser sein.

Schade, dann haben wir hier keine Chance zum Meer zu kommen. In der Beschreibung steht, dass es mit dem Kanu nur ca. 20 min bis zum Strand sind. Ein Weg führt dort nicht hin. Egal, wir gehen zurück, machen es uns auf der Terrasse gemütlich und lesen ein bisschen. Im Eingangsbereich finden wir auch einen Sack mit der notwendigen Bettwäsche für das 2te Bett. Anna hat meine Nachricht also bekommen und war wohl hier, als wir unterwegs waren. Auf meinem Handy finde ich auch eine Nachricht von ihr. Sehr schön, wir beziehen das Bett, und können sicher die nächsten 3 Nächte wieder ruhig schlafen. Zum Abendessen gibt es heute Kaltes und Toast, wir müssen ja unser Eingekauftes aufbrauchen, und das nächste Restaurant ist vermutlich mehr als 20 km entfernt. Wir lassen uns das Abendessen mit einem Glas Wein schmecken und beenden den Tag.
