Abreise und unterwegs zur coromandel-halbinsel

Heute geht es weiter, doch zuerst genießen wir das Frühstück das uns Jane in die Wohnung bringt. Heute gibt’s nochmal Zuccini Rösti, Obst Joghurt frisches Obst. In den nächsten Tagen werden wir keinen solchen Service haben. 

Frühstück bei Jane und Mark am Taupo See
Frühstück bei Jane und Mark am Taupo See

Nach dem Frühstück wird alles verladen und dann kommt der große Abschied. Wir haben beide ins Herz geschlossen, und die beiden uns wohl auch. Mit Abschiedsfotos und Umarmungen machen wir uns auf die Reise zu unserem nächsten Ziel, an dem wir keine Internetverbindung haben. Wir müssen ca. 300 km fahren zur Coromandel Halbinsel in den kleinen Ort am Meer mit dem Namen Kuaotunu. Unser neuer Vermieter soll ein Sternenliebhaber sein mit einem großen Teleskop im Haus. Wir sind gespannt. 

Abschied von Jane Mark und dem kleinen Hund Winter
Abschied von Jane Mark und dem kleinen Hund Winter
Anreise nach Coromandel Quelle: Google Maps Kartendaten @ 2025 Neuseeland
Anreise nach Coromandel Quelle: Google Maps Kartendaten @ 2025 Neuseeland

Das Wetter ist heute sehr schön, und es macht Spaß die kurvenreiche Strecke zu fahren. In einem kleinen Ort unterwegs legen wir eine Pause ein für Kaffee und ein „Apple Turnover“, ein mit Apfelstückchen und Zimt gefülltes Teilchen. Wir sind nur noch ca. 100 km von unserem Ziel entfernt, daher übernehme jetzt ich das Steuer. Das letzte Stück der Straße ist nochmal besonders kurvenreich, aber dann sind wir da. Der kleine Ort heißt "Kuoatunu". Zuerst fahren wir eine falsche Einfahrt rein, aber nur 50m weiter sind wir richtig. Bei der Einfahrt sehen wir direkt das kleine Häuschen, in dem wir die nächsten 3 Tage verbringen werden. Wir wohnen jetzt in einem umbebauten Minenarbeiterhaus das jetzt Alistair und seiner Frau gehört. "Stargazers B&B accomodation"

Alistair und seine Frau…begrüßen uns in ihrem imposanten Haus. Alistair geht mit uns zum Häuschen, das ca. 50m von seinem Haus entfernt ist. Er erklärt uns alles und, wir machen einen Termin aus für eine Führung in seiner Sternwart. Wir laden aus und richten uns ein.

 

Da es erst 16:00 ist, fahren wir ein Stück weiter in den kleinen Ort hinein, um die Küste zu erkunden. Der Strand ist hier sehr schön, Felsen wechseln sich mit Sandstrand ab, und wir können in den Felsen herumklettern. 

Es wird Zeit fürs Abendessen und wir suchen das Restaurant „Lukes Kitchen“, von dem Alistair gesprochen hat. Ok, haben wir schnell gefunden. Bevor wir essen gehen, fahren wir aber noch über einen Hügel und eine Gravel Road zum Nachbarstrand. Hier gefällt es uns fast noch besser. Schöne Muscheln liegen hier überall und schon packt uns dir Sammelleidenschaft. Dann haben wir Hunger und fahren in das Restaurant.

Hier wird es gerade richtig voll. Wir haben Glück und bekommen noch einen freien Tisch. Alles geht hier sehr leger zu. Wir bekommen die Speisekarte, sollen uns etwas aussuchen, zur Theke gehen es bestellen und gleich bezahlen, alles wird dann gebracht. Gesagt getan, das geht hier wirklich wie am Schnürchen und vollkommen relaxt. Als Vorspeise bestellen wir Süßkartoffel-Pommes und ein paar Hammelribs. Margit lässt sich danach Fish und Chips, und ich einen Muscheltopf schmecken. Dazu ein Glas Wein, bzw. ein dunkles Bier für mich. Auch hier sind wieder ausschließlich junge Leute am Arbeiten und scheinen richtig Spaß dabei zu haben. 

Bezahlt haben wir ja schon, ab in unser nur 10 Minuten entferntes Häuschen. Wir lesen noch ein bisschen und dann müssen wir langsam los zu unserer Sternengucker Erfahrung mit Alistair. Der Himmel ist heute ziemlich klar, allerdings strahlt der Mond sehr hell. Oberhalb seines Hauses hat Alistair ein komplettes Observatorium aufgebaut mit einer Kuppel die sich öffnen lässt und einem großen festeingebauten Teleskop, das sich elektrisch verstellen lässt und das auf die verschiedenen Sterne und Sternbilder ausgerichtet ist. Er hat die Koordinaten von über 4000 Positionen aufgezeichnet, an denen er die Sterne, Galaxien etc beobachten kann. Da sich die Positionen im Raum relativ zu seinem Standort aber jeden Tag verändern, korrigiert er das über einen Referenzstern, und berechnet dann alle vorher aufgezeichneten Positionen neu.

Er zeigt uns zuerst Alpha- und Betazentaurus, verschiedene Sternenhaufen und eine sehr weit entfernte Galaxie, die wie ein Strahlennebel aussieht. Manchmal ist es nicht so einfach etwas durch das Okular zu erkennen. Zum Schluss zeigt er uns den Saturn mit seinen Monden, die zum Teil auch sehr gut zu erkennen sind und vor allen Dingen den Mond, wo wir wirklich viele Details auf der Oberfläche erkennen können. Wir erhalten viele Erklärungen zu den Entfernungen der einzelnen Planeten und Sternensyteme. Es ist wirklich toll, was er hier aufgebaut hat. Nach ca 2 Stunden ist unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft und wir verabschieden uns, und ab geht es ins Bett noch ganz berauscht von den vielen Infos.